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"Lange nacht der partizipation" - Demokratiefrage wichtigste Frage unserer Gesellschaft 

Mehr als 300 Personen besuchten am Donnerstag, 28.05.15 die 1. Langen Nacht der Partizipation in der Fachhochschule, bei der 27 beeindruckende Beteiligungsprojekte aus Vorarlberg, Augsburg, Oberösterreich, Südtirol und der Schweiz vorgestellt wurden und Anlass zu Inspiration, Motivation und vielen guten Gesprächen boten.

Die „Lange Nacht der Partizipation“ spiegelte einen beeindruckenden Querschnitt gelungener Beteiligungsprojekte wider. Die Idee stammt aus Tirol von Dr. Peter Egg, der die Vorbereitung in Vorarlberg unterstützte und ganz begeistert war: „Gespräche sind besser als Verträge. Partizipieren ist Wellness für die Seele. Partizipation ist sehr wichtig. Eine sehr gelungene Veranstaltung!“ Bürgermeisterin Andrea Kaufmann eröffnete mit Landtagspräsident Harald Sonderegger und FHV Rektor Oskar Müller die Veranstaltung und hob dabei hervor, welch beeindruckende Vielfalt von Beteiligungsmöglichkeiten sich entwickelt haben. Die Veranstaltung gibt viel Schwung für die Bemühungen in Dornbirn. So wurde der Verein „Jugendbeteiligung Dornbirn“ kürzlich vom Österreichischen Parlament mit dem Demokratiepreis ausgezeichnet.

Demokratie muss man leben: Wir alle sind für das Gemeinwesen mitverantwortlich
Gerald Häfner, Abgeordneter für die Grünen Deutschlands im Europaparlament, erläuterte bei der Langen Nacht der Partizipation in der Fachhochschule Vorarlberg Grundsätze zur Bürgerbeteiligung und Partizipation. Die Frage nach der Demokratie sei die wichtigste und vorrangigste Frage für alle anderen Herausforderungen, der sich unsere Gesellschaft stellen muss: Währung, Erweiterung, Flüchtlinge, Verteilungsgerechtigkeit u.v.m. Demokratie ist nie fertig. Sie muss sich immer weiterentwickeln, wenn es nicht der Fall ist, dann geht Demokratie kaputt und stirbt. Nur wählen alleine genügt nicht. Zwischen jeden Wahlen sollte direkte Partizipation stattfinden. Jeder ist mitverantwortlich für das Gemeinwesen.

Einbindung von Schülerinnen der Polytechnischen Schule
Ein besonderer Erfolg war die Einbindung von 25 Schülerinnen der Polytechnischen Schule. Sie haben sich im Vorfeld mit dem Thema Beteiligung auseinandergesetzt und haben die Referentinnen und Referenten sowohl in der Vorbereitung, als auch während der Veranstaltung betreut. „Jugendliche wollen mitgestalten. Jugendliche haben etwas zu sagen. Wir unterstützen unsere Schüler und Schülerinnen darin, Demokratie zu lernen und partizipatives Verhalten zu leben. Unser Dabeisein ist eine logische Konsequenz unserer Bemühungen“ so Mitveranstalter und Lehrer Christian Weiskopf.

Die Veranstaltung wurde in beispielhafter Kooperation des Zukunftsbüros im Amt der Landesregierung, der Jugendabteilung der Stadt Dornbirn, Fachhochschule Vorarlberg, Polytechnische Schule und dem Verein für Jugendbeteiligung in Dornbirn vorbereitet.

Sonja Donner2Sonja Donner, FH Dornbirn
Es hat mir heute sehr gut gefallen. Mir ist es wichtig, dass man vermehrt Migranten animiert zum Mitmachen, denn ich weiß nicht, was es unwichtiges am Partizipieren gibt. Partizipation ist eines der wichtigsten Dinge für mich, denn es muss leben. Ich tue was, weil ich teilhabe.

 

Martin Hollinetz2Martin Hollinetz, Otelo
Die lange Nacht ist echt cool. Mitnehmen werde ich, dass es Grenzen gibt undnur förderbedingte einzelne Gruppen weiterentwickeln können. Alleine ist es ein Drama. In der Gruppe ist es erstaunlich was sich alles tut. Partizipation ist für mich nicht nur vorgegebene Ziele zu erreichen, sondern auch neue Ziele zu finden. Ich bin schon an einem neuen Projekt dran, in dem sich hoffentlich auch so viele Leute beteiligen wie heute.

Priska NobisPriska Lobis, Lehrerin Berufsschule
Mir gefällt es richtig gut. Ich habe schon viele neue Ideen, bei denen ich mir noch bei der Umsetzung ein paar Gedanken machen werde. Partizipation ist gerade im Unterricht in dem Fach politische Bildung sehr schwer, obwohl die Wichtigkeit sehr hoch ist. Auf jeden Fall ist es ausbaufähig und man kann noch einiges an Raum schaffen.

 

Miriam SchaiterMiriam Schaiter, Pädagogin
Der Vortrag und die Projekte waren sehr inspirierend. Neues dazugelernt habe ich sehr vieles. Ich hoffe, ich kann dies alles was ich mir vorstelle, auch umsetzen. Partizipation heißt sich auf gleicher Ebene zu begegnen, dass jede Stimme zählt und dass jeder gehört und gesehen wird, denn es braucht eine gewisse Rückmeldung, um partizipieren zu können.

Markus Gander, infoclick.ch, Kinder –und Jugendförderung Schweiz
Heute war eine fantastische Veranstaltung. Man lernt immer viel neues, auch heute. Die politische Ungleichheit in den verschiedenen Ländern fasziniert mich. Der Referent heute war sehr interessant und ich habe viele inspirierende Leute kennengelernt. Partizipation hat dann Sinn, wenn es bei dem ankommt, den es betrifft, die Frage ist aber auch, nach welcher Form macht Partizipation Sinn und es hat erst Wirkung, wenn die betroffenen Mitwirken.

Peter Egg, Erfinder der langen Nacht der Partizipation
Das Format war heute unbeschreiblich gut. Super finde ich auch, dass man Grundsätzlich immer die Möglichkeit hat, ins Gespräch zu kommen. Ein Gespräch greift immer auf die sozialen Grundkenntnisse zurück, denn am Anfang gibt es immer eine Konversation und Gespräche sind besser als Verträge. Partizipieren ist Wellness für meine Seele. Partizipation ist sehr wichtig. Ich unterrichte es an einer Universität und habe immer mit einer langen Nacht der Partizipation zu tun. Wenn schon nur zwei bis drei Menschen ins Gespräch kommen, geht es immer um Partizipation. Partizipation bestimmt unser Leben und unseren Alltag.

Dr. Gerald Häfner, Referent
Die drei wichtigsten Kernpunkte von heute:
1. Demokratie ist nie fertig. Sie muss sich immer weiterentwickeln, wenn es nicht der Fall ist, dann geht Demokratie kaputt und stirbt.
2. Nur wählen alleine genügt nicht. Zwischen jeden Wahlen sollte direkte Partizipation stattfinden.
3. Jeder ist mitverantwortlich für das Gemeinwesen. Es sollte jeder der wählt merken, was seine Stimme bewirkt und somit jeder weiß, dass die Stimmt zählt und einen Unterschied macht. Vorarlberg ist zwar der Vorreiter in Österreich, dennoch kann die direkte Demokratie auch hier noch verbessert werden. Die Praxis klappt leider kaum, es ist wenig bürgerfreundlich darum gibt es viele Verbesserungsmöglichkeiten.

 

Medien

viel JugenDornbirn ab Minute 6.00 - Lange Nacht der Partizipation RTV Vorarlberg Magazin
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