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dornbirn bewirbt sich zur europäischen jugendhauptstadt 2019

Mit Dornbirn bewirbt sich erstmals eine österreichische Stadt für den Titel der „Europäischen Jugendhauptstadt“. Dornbirn möchte seine internationale Ausrichtung der vielfältigen Aktivitäten insbesondere im Jugend-, Bildungs-, Kultur- und Sportbereich sichtbar machen und stärken. Als erste österreichische Stadt bewirbt sich Dornbirn zur Europäischen Jugendhauptstadt im Jahr 2019. Am 23. Februar erfolgte mit der Versendung der Bewerbungsunterlagen der offizielle Startschuss zur Bewerbung. Durch das Projekt sollen Jugendliche aus der Region Dornbirn Europa positiv wahrnehmen und stärker in deren Lebensmittelpunkt rücken. Von beispielhaften Projekten anderer europäischer Städte will die größte Stadt Vorarlbergs lernen und die Jugendliche miteinander in Kontakt bringen.

Der Stadtrat der Stadt Dornbirn hat im April 2015 einstimmig beschlossen, sich für die „Europäische Jugendhauptstadt 2019“ zu bewerben. Dieses einhellige Votum war der Startschuss für einen aktiven Beteiligungsprozess mit sämtlichen Einrichtungen des Jugendbeirates der Stadt Dornbirn. Mehr als 50 Personen aus 43 Einrichtungen sowie 100 Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren haben an diesem Beteiligungsprozess mitgewirkt. Dabei wurde unter anderem das „Rahmenprogramm“ entwickelt. Als Grundhaltung für sämtliche diesbezüglichen Aktivitäten wurde deren europäische Ausrichtung, die Berücksichtigung aller Dialoggruppen wie Mädchen und Burschen, mit und ohne Migrationshintergrund sowie die Beteiligung und Teilhabe an der Entwicklung und Umsetzung des Programms mit jungen Menschen herangezogen. Die verschiedenen Aktivitäten wurden in acht Handlungsfelder der Europäischen Jugendstrategie eingeteilt.

Warum bewirbt sich Dornbirn als Europäische Jugendhauptstadt?
Dornbirn möchte das Jahr der Europäischen Jugendhauptstadt dahingehend nutzen, möglichst innovativ neue Wege und Möglichkeiten in der Zusammenarbeit vor Ort, national und international zu beschreiten. Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: „Dornbirn möchte mit vielfältigen Projekten Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen bewegen: für ein starkes Europa, für Dornbirn, für eine hohe Lebensqualität. Weil Dornbirn im Juli 2019 die 16. Weltgymnaestrada mit ca. 25.000 großteils jugendlichen Teilnehmern ausrichten wird, wurde „Dornbirn move 2019“ als Motto für die Europäische Jugendhauptstadt 2019 gewählt.“
Österreich hat im 1. Halbjahr 2019 den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Dornbirn wäre die erste deutschsprachige Europäische Jugendhauptstadt. Vielfältige Synergien könnten daraus genutzt werden.

Erfolgreiche Jugendarbeit in Dornbirn
Grundlage für die verbandliche und offene Jugendarbeit ist die im Oktober 1992 beschlossene „Rahmenplanung zur Entwicklung der verbandlichen und offenen Jugendarbeit“. Diese findet seit Jahren nationale und internationale Beachtung. Viele Städte und Gemeinden im deutschsprachigen Raum haben sich Dornbirn bereits zum Vorbild genommen. In den vergangenen Jahren wurden vielfältige beispielhafte Projekte umgesetzt, die weit über die Grenzen Vorarlbergs hinaus Beachtung finden:

• Offene und mobile Jugendarbeit: zwei Jugendzentren mit offenen Sportangeboten
• Jugendinformationszentrum „aha“ in Kooperation mit dem Land Vorarlberg. Das „aha“ ist auch Regionalstelle für die Abwicklung der „Erasmus+“-Projekte in Vorarlberg
• Dornbirner Jugendwerkstätten - Ein soziales Unternehmen gegen Jugendarbeitslosigkeit in Kooperation mit dem AMS Vorarlberg, der Stadt Dornbirn und dem Land Vorarlberg
• Mitbestimmungsprojekte über „JugenDornbirn – meine Stimme zählt!“
• Für die pionierhafte Entwicklung von kontinuierlichen Jugendbeteiligungsprojekten wurde Dornbirn im Jänner 2015 vom Österreichischen Parlament mit dem „Demokratiepreis der Margaretha Lupac Stiftung“ ausgezeichnet.
• Mehr als 100 Jugendliche holen derzeit ihren Pflichtschulabschluss nach und steigern damit ihre Chancen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.
• Junge Menschen finden vielfältige Freizeit- und Möglichkeiten des Engagements in der Musik, in der Kultur, im Sport und im sozialen Engagement vor. Jeder zweite Jugendliche gibt an, in einem Verein aktiv zu sein.
• Internationale Ausrichtung vielfältiger Jugendaustauschangebote über „Erasmus+“

Jugendstadtrat Guntram Mäser sieht in der Bewerbung die Möglichkeit „über den Tellerrand zu schauen. Im Jahr der Europäischen Jugendhauptstadt sollen unterschiedliche Einrichtungen aus Bildung, Sport, Jugend und Kultur regionale, nationale und internationale Projekte gemeinsam organisieren. Dadurch soll die Zusammenarbeit gestärkt, Synergien genutzt und neue Möglichkeiten eröffnet werden.“ Das Kennenlernen neuer und zusätzlicher Netzwerke soll dabei helfen, Dornbirn „europäischer“ zu gestalten. Dornbirn soll in Europa als jugendfreundliche und lebenswerte Stadt und Region wahrgenommen werden. Die „Europäische Jugendhauptstadt“ ist Impuls, für Jugendliche einen nachhaltig attraktiven Lebensraum zu entwickeln. Im öffentlichen Raum werden vielfältige Bewegungs-, Sport- und Spielräume entstehen.

Ende April fällt die Entscheidung, welche fünf Städte in die nächste Runde „Europäische Jugendhauptstadt 2019“ gewählt wurden. Die finale Entscheidung, welche Stadt 2019 den Titel „Europäische Jugendhauptstadt“ tragen darf, wird im November 2016 fallen.  

dornbirn ist nicht unter den top-5 zur Europ. jugendhauptstadt

Mit einem umfassenden und professionell aufgestellten Beteiligungsprozess wurde in den vergangenen Monaten die Bewerbung Dornbirns als Europäische Jugendhauptstadt 2019 vorbereitet. Am Freitag erhielt die Stadt vom Europäischen Jugendforum die traurige Nachricht:  Dornbirn schaffte es nicht in die zweite Bewerbungsphase. Die Konkurrenz war groß, doch ebenso die Hoffnung, mit der ersten Bewerbung in die TOP 5 zu gelangen. Eine – laut Aussagen der Jury – beeindruckende Erstbewerbung und eine großartige regionale und österreichweite, überparteiliche Unterstützung haben Eindruck hinterlassen. Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: „Alleine schon die Vorbereitung der Bewerbung unter Einbindung aller Jugendeinrichtungen und der Bevölkerung war für die Stadt positiv. Die Motivation aller Beteiligten war beeindruckend. Auch wenn wir es nicht in die zweite Runde geschafft haben, war dieser Beteiligungsprozess konstruktiv und sinnvoll.“  

Vom Europäischen Jugendforum wird ausdrücklich gewünscht, dass sich Dornbirn für 2020 bewirbt. In der Begründung heißt es unter anderem: "This is an impressive first-time application from Dornbirn, with a very strong showing of support from the wider community. In particular, the youth participation element stands out. Nevertheless, this is a very promising first bid from Dornbirn with real potential. The energy and enthusiasm is clear for all to see and could form a very strong basis for an application for EYC 2020."  

Jugendstadtrat Guntram Mäser: „Der Dornbirner Stadtjugendbeirat wird sich demnächst mit den ausführlichen Begründungen auseinandersetzen und eine neuerliche Bewerbung beraten. So, wie es sich heute darstellt, wird es wohl ein längerer Weg zum Titel der Europäischen Jugendhauptstadt.“ Beispielsweise war es für Novi Sad, Perugia, Derry Strabane und Manchester die dritte Bewerbung und für Amiens die zweite Bewerbung. In den vergangenen Jahren haben sich die Bewerbungen stark verbessert, so ist es keiner Stadt im ersten Anlauf gelungen, in die TOP 5 zu kommen. Auch der Dornbirner Partnerstadt Kecskemet in Ungarn gelang es diesmal nicht, obwohl die Stadt im Vorjahr erst in der zweiten Runde ausgeschieden ist. 

Aktuelle TOP 5 für EYC 2019: Novi Sad/Serbien, Perugia/Italien, Manchester/England, Derry City & Strabane/Nordirland, Amiens/Frankreich.  

Weitere Informationen unter: http://www.europeanyouthcapital.org

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